Kapverden

Im Atlantik gibt es eine Alternative zu den Kanarischen Inseln: Nur etwa zwei Flugstunden weiter südlich liegen vor der Westküste Afrikas die Kapverdischen Inseln. Mit rund 330 Tagen Sonnenschein, kilometerlangen, hellen Sandstränden sowie mit kristallklarem, angenehm warmem Wasser sind die Kapverden ein kleines, schlummerndes Paradies mit afrikanischem Flair und einem entspannten Lebensrhythmus. Der konstante Passatwind macht die flachen Inseln unter dem Winde zudem zum perfekten Revier für Wind- und Kitesurfer, die vielseitige Landschaftskulisse bietet Highlights für Outdoorfans und die artenreiche Unterwasserwelt ist für Taucher und Schnorchler ein Traum.

Die Kapverdischen Inseln (Cabo Verde Islands) liegen etwa 460 km vor der Westküste Mauretaniens sowie Senegals und rund 1500 km südlich der Kanarischen Inseln. Der Archipel hat eine Landfläche von 4033 km2 und von den insgesamt 15 Inseln und Inselchen sind nur 9 bewohnt. Die Inseln mit ihrer wilden und ursprünglichen Natur wurden 1445 von portugiesischen Seefahrern entdeckt und kolonialisiert. Deswegen sind die rund 520'000 Einwohner der Kapverdischen Inseln zu 90 % Mulatten und sprechen Kreolisch sowie Portugiesisch. Seit 1975 ist der Staat Cabo Verde eine unabhängige Inselregion. Die Hauptstadt des Archipels ist Cidade de Praia auf der Insel Santiago mit rund 100'000 Einwohnern. Die Kapverden gelten auch als Schmelztiegel der afrikanischen und europäischen Kultur. Die lebendige Musikszene des Archipels bringt diese Mischung mit ihren vielfältigen Einflüssen und die Geschichte des Landes mit Gitarren und Trommeln in teils melancholischen und lyrischen Liedern wunderbar zur Geltung.

Die Kapverden werden aufgrund der Passatwinde in die Inseln unter dem Wind (Barlavento) und die Inseln über dem Wind (Sotavento) unterteilt. Zu den Barlavento-Inseln zählen Santo Antão, São Vicente, São Nicolau, Boa Vista, die unbewohnten Inseln Santa Luzia, Razo und Branco sowie die beliebte Ferieninsel Sal. Die Sotavento-Inseln sind Maio, Santiago, Fogo und Brava sowie die unbewohnte Inselgruppe Ilheus do Rombo. Die Kapverden gelten immer noch als eine der touristisch bisher kaum erschlossenen Reisedestinationen. Das ganzjährig warme Klima machen die Inseln aber besonders im europäischen Winter zu einem äusserst attraktiven Ferienziel. Das ganze Jahr über herrschen hier angenehme Temperaturen zwischen 23 °C und 30 °C. Vor allem Wassersportler, Segler, Taucher, Wanderer und Radfahrer sind begeistert von den vielseitigen Möglichkeiten, die sich auf den Kapverdischen Inseln bieten: Die vulkanische Meeresbodenstruktur lässt eine faszinierend grosse Artenvielfalt unter Wasser gedeihen. Kilometerlange, menschenleere Sandstrände laden zu ausgedehnten Strandspaziergängen oder einfach zum gemütlichen Relaxen ein. Atemberaubende Bergpanoramen, spektakuläre Küstenabschnitte, stimmungsvolle Nebelwälder, fruchtbare Täler und Zeugnisse der kolonialen Geschichte offenbaren ein vielseitiges Landschaftsmosaik, das seinesgleichen sucht. Jede der Inseln ist eine kleine Welt für sich und hat mit ihrem unverwechselbaren Charakter und individuellem Charme etwas ganz Besonderes zu bieten.

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